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| This selection contains 34 title(s) on 2 pages. This is page 1 with nrs. 1 to 25 |
| BÜSCHING, D. ANTON FRIDERICH D. Anton Friderich Büschings Erdbeschreibung. Neunter Theil welcher vom deutschen Reich den obersächsischen Kreis enthält. Neueste Ausgabe mit Registern. Schaffhausen, Benedict Hurter, 1771 8°, Titelbl., 1 Bl., S. 1722 - 2179, LVI S., Pgt. d. Zt. m. Rundum-Rotschnitt, Pgt. fleckig u. tlw. gesprungen, Ecken etw. berieben, stellenweise etw. stockfl. ISBN: 3926459050. CHF 198.00 [Appr.: EURO 131 US$ 196.22 | £UK 118 | JP¥ 17318] Book number: 40891 Click here to order or inquire at Antiquariat Peter Petrej. | ||
| CURTIUS RUFUS, QUINTUS. Alexander Magnus, et in illum commentarius Samuelis Pitisci.. Trajecti ad Rhenum [Utrecht], Franziscus Halma, 1693 8°, Fronti., 23 Bl., 785 S., 82 Bl. (Index), 14 Kupferstiche, Pgmt. d. Zeit., 2 Exlibris a. Deckeinnenseite, Name von alter Hand a. flieg. Vors., 2 Bl. mit Eckabriss (ohne Textverlust), Kapitalband lose, Deckel angeschmutzt, innen recht sauber. Editio secuda priori ornatior & comptior. Zweite Ausgabe der von Samuel Pitiscus kommentierten Ausgabe der Vita Alexanders des Gro§en. Samuel Pitiscus (1637-1727), Sohn eines ausgewanderten reformierten Pfarrers in Zutphen geboren, studierte in Deventer und Groningen Theologie, wurde dann Rektor der Lateinschule in Zutphen und 1685 Rektor des Gymnasium Hieronymianum in Utrecht. Von ihm stammt auch ein "Lexicon antiquitatum Romanarum" (1713). Die prächtigen Illustrationen stammen vom niederländischen Kupferstecher u. Radierer Johannes (Jan) van den Aveele (1655 - 1727) welcher für verschiedene kartographische Verlage als Buchillustrator arbeitete. (vgl. Thieme-Becker II, 271). Folgende Abb sind vorhanden. Froni: Alexander Magnus; Landkarte von Alexanders Eroberungen; 3 Taf. mit 21 Abb. von Helden und Philosophen; Portrait von Samuel Pitiscus (von Joh. Lomeyer); Abb. des Heerzuges gegen die Perser; Templum Jovis Hammonis; Kriegswagen und Brandschleudern; Ansicht von Babylon mit Turm; Hängenden Gärten; Ruinen von Persepolis; Kampfelephant; Alexanderdenkmal; ISBN: 3926459050. CHF 495.00 [Appr.: EURO 327.25 US$ 490.55 | £UK 295 | JP¥ 43294] Book number: 52374 Click here to order or inquire at Antiquariat Peter Petrej. | ||
| Von der gesunden Lebensweise. Nach dem alten Hausbuch der Familie Cerruti. o. O., NSB Buch + Phono-Club, (1985 Quer-8°, 142 S., 207. farb. Abb., Kart. m. OU, Tadellos. Die 207 Miniaturen mit begleitendem Text. Lizenzausgabe der Ausgabe bei BLV. ISBN: 3361001552. CHF 72.00 [Appr.: EURO 47.75 US$ 71.35 | £UK 43 | JP¥ 6297] Book number: 37725 Click here to order or inquire at Antiquariat Peter Petrej. | ||
| DÖPLER, JACOB Theatripoenarum suppliciorum et executionum crimialum oder Schau-Platzes derer Leibes- und Lebens- Strafen anderer Theil worinnen asnonderlich von Lebens-Straffen welche nicht allein vor Alters bey allerhand Nationen und Völckern in Gebrauch gewesen/ sondern auch noch heute zu Tage in allen vier Welt Theilen üblich sind, gehandelt wird.... Leipzig, Friedrich Lanckischen Erben, 1697 8°, 4 Bl., (schwarz-roter Titelbl.-Druck), 656 S., 30 Bl. (Register), OLdr. d. Zeit über drei Bünde, m. 2 Schliessen, 2 Bibliotheksschildchen auf Deckelinnenseite, Rückenkopf mit Fehlstellen, Kapitalband etwas gelöst, Vorsätze und Schmutztitel fehlend, trotzdem gutes Exemplar. (VD17 1:011935W) Einige Seiten falsche Paginierung. Zweiter aber eigenständiger Teil des Werkes über Strafen mit detailierten Angaben. In diesem Band: Vom Hinrichten mit dem Messer; Vom Aufhencken; Vom Zerschneiden der Menschen mit einsernen und hölzernen Sägen; Von Spannung der Verbrecher in den Pflug. [ Die christliche Nächstenliebe zeigt sich ganz besonders an den ausgeklügleten Verfahren Menschen vom Leben zum Tode zu befördern. Auch wir haben eine Menge von Talibanen hinter und unter uns!] ISBN: 3361001552. CHF 1320.00 [Appr.: EURO 872.75 US$ 1308.12 | £UK 786.25 | JP¥ 115452] Book number: 51971 Click here to order or inquire at Antiquariat Peter Petrej. | ||
| FORSTNER, KARL (HG.) Faksimile - Die Salzburger Armenbibel. Codex a IX 12 aus der Erzabtei St. Peter zu Salzburg. Einleitug, Übertragung, Übersetzung von Karl Forstner. Salzburg, Anton Pustet bzw. 'Sonderdruck des Andreasverlages' [?], 4°, 11 Bl. Faksimile m. farb. Abb., 81 S. Übertragung und Kommentar, Kart., Tadellos. ISBN: 3859511572. CHF 132.00 [Appr.: EURO 87.5 US$ 130.81 | £UK 78.75 | JP¥ 11545] Book number: 45624 Click here to order or inquire at Antiquariat Peter Petrej. | ||
| GUTENBERG, JOHANN Faksimile - Johannes Gutenbergs zweiundvierzigzeilige Bibel (Gutenberg-Bibel). Farbige Voll-Faksimileausgabe des zweibändigen Pergamentexemplars der Staatsbibliothek Preu§ischer Kulturbesitz Berlin (Signatur Inc. 1511). 2 Bände u. Kommentarband. . München, Idion-Verlag, 1977-79 2° insg.1282 S. mit ca. 100 Miniaturen m. Goldfolienauflage. Kommentarbd.; 2°, 200 S. mit zahlr. Abb. und einem Faksimile der 'Tabula Rubricarum'., Faksimile: Orig.-Holzdeckeleinbände m. braunem Kalbslederüberzug auf 6 echten Doppelbünden.), Rückentitel u. deprägte Deckelrosette, in Kart.-Schubern. Kommentarbd.: OLwd., Rücken der Bände beschienen, ein Rücken mit Wasserflecken u. leichten Kratzspuren, innen tadell. Kommentarbd. berieben u. etwas gebrauchspurig. Schuber berieben. Insgesamt sehr gutes Exemplar Eins (Exempl. 57) von 895 arabisch num. Exemplaren (zusätzlich 60 römisch num. 'Archivexemplare'). Die Wiedergabe erfolgte im Lichtdruck bis zu zwölf Farben, Druck auf Bütten mit dem von Gutenberg benutzten Wasserzeichen Ochsenkopf mit Stab und Stern. "Die 42zeilige Bibel ist eine vollständige Bibel, denn sie enthält alle Bücher des Alten und des Neuen Testamentes. Diese sind in einer lateinischen Übersetzung wiedergegeben. Gut drei Jahre arbeitete Gutenberg an der Herstellung der Bibel. Dieses "Werk der Bücher", wie es in einer zeitgenössischen Urkunde hei§t, war ein gro§angelegtes Druckunternehmen, das viele hochqualifizierte Fachkräfte beschäftigte. - Der Kommentarband, hrsg. von Wieland Schmidt und Friedrich Adolf Künsemüller, mit Beiträgen von Severin Corsten, Ilona Hubay, Eberhard König, Otto Mazal, P. Robert Weber und einem Vorwort von Ekkehard Vesper. Prächtiges Faksimile einer Gutenberg-Bibel! ISBN: 3859511572. CHF 8250.00 [Appr.: EURO 5453.5 US$ 8175.75 | £UK 4913.5 | JP¥ 721574] Book number: 47416 Click here to order or inquire at Antiquariat Peter Petrej. | ||
| LANDEN JOHANN VON Faksimile - Das Kölner Gebetbuch. 2 Bde. in Schuber. Dietikon, Urs Graf, 1988/89 Kl.8° (8,4 x 6,0 cm), 31 unpag. S., 31 Textseiten, 30 farb. Abb (Holzschnitte), gedruckt auf spezielles Büttenpapier; Kommentarbd. 221 S., Faksimile in OLdr-Handeinband. m. 4 echte Bünden; Kommentarbd.: Okart. mit Ldr.-Rückenschild, Tadell. Vergriffen. Nr. 82 von 99 handnum. Exemplaren (davon kommen 15 Ex. nicht in den Handel), das Exemplar wurde nach dem Original der Univ.- u. Stadtbibliothek Köln faksimiliert. Transkription und Uebersetzung von Prof. Dr. Johannes Rathofer, Univ. Köln. Kommentare von Dr. Wolfgang Schmitz u. Prof. Dr. Joachim Gaus. Kleinod der Frühdrucke der Kölner Universitäts- und Stadtbibliothek. Auf 31 Blättern enthält es persönlich formulierte Gebete in der Kölner Mundart, die jeweils auf der gegenüberstehenden Seite von einem kolorierten Holzschnitt begleitet werden. Weicht schon die bemerkenswerte Bebilderung von der üblichen Ausstattung eines Gebetbuches ab, so liegt das Besondere und Ungewöhnliche des vorliegenden Werkes darin, dass er in Wort und Bild einen Zyklus der gesamten Heilsgeschichte vom Sündenfall bis zum Jüngsten Gericht umfasst. Bild und Text bilden eine Einheit die sich gegenseitig erhellen und zur vertiefter Betrachtung führen sollen. Obwohl undatiert hat die Forschung Aufgrund der Type in mit Sicherheit dem Drucker Johann von Landen (ca.1462 - 1521) zuweisen können. 1481 wurde er an der Univ. Köln immatrikuliert. 1496 ist sein erster Druck datiert. 1503 schloss er sich dem Prostest der Kölner Drucker gegen die erzbischöfliche Zensur an , der leider erfolglos blieb. 68 Drucke sind von Landen bekannt, einige allerdings nur als bibliographische Notiz. Er publiziert vor allem 'fromme Gebrauchsliteratur für jedermann'. Ausserdem Reiseberichte , Schullektüre, rechtswissenschaftliche Werke , ein astronomisches Buch, sowie eine kaiserliche Verordnung. 1/3 der Drucke sind deutschsprachig, was für die damalige Kölner Buchproduktion (4% in deutscher Sprache) aussergewöhnlich ist. ISBN: 3859511572. CHF 1980.00 [Appr.: EURO 1309 US$ 1962.18 | £UK 1179.25 | JP¥ 173178] Book number: 43195 Click here to order or inquire at Antiquariat Peter Petrej. | ||
| KÖNIG, EBERHARD. TENSCHERT, HERIBERT Das Guemadeuc-Stundenbuch. - Der Maler des Antoine de Roche und Guido Mazzoni aus Modena. Ramsen / Rotthalmünster, Tenschert, 2001 4°, 199 S., 16 Farbtaf. u. 100 Vergleichsabbildungen., Broschur, Tadell Katalog 44. Kommentarband zur Faksimile-Edition. Mit einem genealogischen Essay von Xavier Ferrieu. Wie üblich aus dem Hause Tenschert mit kompetenter Beschreibung und umfangreichem Hintergrundmaterial. [Eine möglicherweise glückliche Verbindung von viel Geld und ebensoviel Geist.] ISBN: 3926459050. CHF 88.00 [Appr.: EURO 58.25 US$ 87.21 | £UK 52.5 | JP¥ 7697] Book number: 52794 Click here to order or inquire at Antiquariat Peter Petrej. | ||
| LIRER, THOMAS Schwäbische Chronik. Leipzig, Edition Leipzig, 1990 (1486) 4°, 136 S., 23 farb. Abb., Kart. in Schmuckschuber, Schuberkante min. angebrochen, min. berieben, innen tadell. Faksimiledruck der Ausgabe Ulm 1486, der den Text des Exemplars der Universitätsbibliothek Leipzig und die farbigen Holzschnitte nach dem kolorierten Exemplar der Würtembergischen Landesbibliothek in Stuttgart wiedergibt. ISBN: 3361001552. CHF 72.00 [Appr.: EURO 47.75 US$ 71.35 | £UK 43 | JP¥ 6297] Book number: 52581 Click here to order or inquire at Antiquariat Peter Petrej. | ||
| LONICER, ADAM - BALTHASAR EHRHART Herrn Adami Loniceri ... Vollständiges Kräuter-Buch, und Künstliche Contrefeytungen der Bäumen, Stauden, Hecken, Kräuter, Geträyde, Gewürtzen etc. mit eigentlicher Beschreibung deroselben Namen in Deutsch-, Griechisch-, Lateinisch-, Französisch-, Italiänisch- und Hispanischer Sprache, wie auch deren Gestalt, natürlicher Krafft und Würkung; samt au§führlichem Bericht von der Kunst zu destillieren, Wie auch Bauung der Gärten, und Pflanzung der Bäumen; Ingleichen von den führnehmsten Thieren der Erden, Vögeln, Fischen und Gewürmen; Und dann auch von Metallen, Ertz, Edelgesteinen, Gummi und gestandenen Säfften... Anjetzo aber Mit einer Zugabe begleitet, Darinnen die allerneueste und nützlichste Observationen, von der Kräuter und Gewächs Würckungen und Gebrauch, sowohl aus eigener Erfahrung und geschriebnen Urkunden, als auch aus denen heutiges Tags... gesammlet worden von Balthasar Ehrhart.. Ulm, Albrecht Friedrich Bartholomäi, 1770 2°, 4 Bl. n.n. , 750 S., 11 Bl. n. n. (Register, Index); 4 Bl. n. n., 136 S., über 800 Holzschnitten, OLdr. der Zeit m. Rückenschild, Deckel berieben, auf Vorsatz Notatioe von alter Hand, einige Bl. m. Randfehlstellen (kein Textverlust), diese fachfrauisch augefüllt. Einge Seiten wasserrändig und fingerfleckig. Insgesamt ein gutes Exemplar. Seitensprung zwischen 2. u. 3. Teil von S. 566 auf 571 (Graesse IV 256). - Eines der beliebtesten Kräuterbücher der Zeit. Lonitzer - Mediziner, Botaniker (1528-1586) seit 1545 Magister artium, wurde L. 1553 Prof. der Mathematik in Marburg und im folgenden Jahr zum Dr. med. promoviert. Das Amt des Stadtphysikus in Frankfurt/Main übte er bis zu seinem Tod aus. 1551-55 veröffentlichte L. eine bearbeitete lateinische Neuauflage des Kreuterbuchs seines Amtsvorgängers Eucharius Rö§lin, dessen deutsche Fassung ( EA 1557) noch zu L.s Lebzeiten fünf Auflagen erlebte und fast 250 Jahre lang als volkstümliches Heilpflanzenbuch benutzt wurde. Neben Pflanzen behandelt das Werk auch Tiere, Erze, Edelsteine und Metalle. (DBE) ISBN: 3859511572. CHF 4950.00 [Appr.: EURO 3272 US$ 4905.45 | £UK 2948.25 | JP¥ 432944] Book number: 52487 Click here to order or inquire at Antiquariat Peter Petrej. | ||
| Historisch-literarische Anekdoten- und Exempelbuch. Karakteristische Züge von Witz und Aberwitz, Klugheit und Thorheit, Tugend und Laster aus dem Leben gelehrter und ungelehrter, berühmter und berüchtigter Menschen. Nebst vielen unterhaltenden Beiträgen zur Sitten- und Culturgeschichte für Leser aus allen Ständen. (3 Tle. in 1). Ulm, Stettinischen Buchhandlung, 1824 Kl.8°, XXIV, 392 S., Privat-Kart. (neu gebunden), Buchblock beschnitten, Papier etwas fleckig, sonst tadell. Mit Register. Der zweite Bd. erschien 1825. ISBN: 3859511572. CHF 385.00 [Appr.: EURO 254.5 US$ 381.54 | £UK 229.5 | JP¥ 33673] Book number: 51755 Click here to order or inquire at Antiquariat Peter Petrej. | ||
| Faksimile - Buch der Welt . Die sächsische Weltchronik. Faksimile und Kommentarband ( 2 Bde.). Luzern, Faksimile-Vlg., 1996/ 2000 4°, (31 x 22,5 cm) 330 originalgetreu faks. Seitenm 500 farb. Miniaturen., Faksimile: Ganzleder- Rindslederbd. m. 2 Messingschliessen. Kommentarband in OHLdr. Mit beiliegendem Wegweiserheft (30 S.)., Tadell. VERGRIFFEN! Exempl. 23 von 980 arab. Num. Exemplaren. Die älteste deutschsprachige Weltchronik in Prosa. Der Bogen der Geschichte, präsentiert in diesem prachtvollen Codex, spannt sich von der Erschaffung der Welt, die der Chronist übrigens auf den 18. März datiert, und der Erschaffung Adams und Evas über die Geschehnisse des Alten und Neuen Testamentes, die wechselvolle Geschichte der Antike und die Stürme der Völkerwanderung bis zu Friedrich II., dem letzten Stauferkaiser. Am Anfang steht der Brudermord Kains. Und zu Beginn der römischen Geschichte tötet auch Romulus seinen Bruder. Mit der Geburt Christi ist zwar eine neue Zeit des Heils angebrochen, doch nüchtern protokolliert das Buch der Welt den Weg der Menschheit, der durch ein Meer von Blut und Tränen führt. Ein katastrophaler Tiefpunkt ist erreicht mit dem Zerwürfnis zwischen Papst und Kaiser im Investiturstreit, als eine ganze Welt aus den Fugen gerät. Das besondere Kennzeichen dieser herrlichen Bilderchronik ist das präzise Zusammenspiel von Text und Bildgestaltung. Die Illustrationen stehen genau neben den dazupassenden Zeilen. Durch die Auswahl der Themen werden die entscheidenden Erzählmomente der Handlung festgehalten. Auf diese Weise entsteht ein lebendiger Bildkommentar. Er beleuchtet den Text und fa§t ihn zugleich zusammen. Dank der klug ausgewählten Bildmotive kann sich der Betrachter mit einem Blick den gesamten Erzählverlauf vergegenwärtigen. Die Miniaturen sind hier also nicht nur zur Ausschmückung gedacht; sie stellen zugleich unterhaltsame Gedächtnisstützen dar. Bei der Herstellung dieses Geschichtsbuches müssen sorgfältige Schreiber und einfallsreiche Buchmaler Hand in Hand gearbeitet haben. Die ganze Welt in einem Buch Schon immer träumte man von einer "Zeitmaschine", die den Besuch aller welthistorischen Höhepunkte ermöglichen könnte etwa einen Besuch bei Alexander dem Gro§en oder Friedrich Barbarossa. Schon in der Antike fand man einen Weg: Die Gattung der Weltchronik war erfunden. So konnte man die gesamte Geschichte "mit nach Hause" nehmen. In frühchristlicher Zeit sahen die Schriftsteller die Weltgeschichte als planvolle und zielgerichtete Entwicklung, bei der immer die Hand Gottes im Spiel war. Das Grundmuster für diese Geschichtsauffassung war in der Bibel vorgegeben. Im Geschichtsdenken des mittelalterlichen Europa tat sich eine ungeahnte Fernsicht mit einem gewaltigen Panorama gro§er Reiche auf: Die gro§en Autoren des Frühmittelalters wie etwa Eusebius, Hieronymus, Augustinus und Orosius sorgten dafür. Aus ihren Werken erwuchs ein über tausend Jahre lang gültiges Deutungssystem. Die gro§en Universalchroniken in Latein entstanden auf dieser Basis. Doch die Laien hatten zu dieser gemeineuropäischen Vatersprache von Kirche und Wissenschaft keinen Zugang. Im 13. Jahrhundert war es endlich soweit: Im niederdeutschen Sprachraum, der schon das Rechtsbuch des Eike von Repgow, den Sachsenspiegel, hervorgebracht hatte, entstand eines der erstaunlichsten Werke der europäischen Buchkunst: die Sächsische Weltchronik. Der Gothaer Codex ist die älteste und prachtvollste Überlieferung der Sächsischen Weltchronik. Bis zum 17. Jahrhundert wurde die Handschrift in Wittenberg aufbewahrt, bevor sie nach Gotha gelangte. Bewegt wie die darin geschilderte Geschichte war auch das Schicksal der Handschrift in unserem Jahrhundert. Als Kriegsbeute von der Sowjetarmee nach St. Petersburg verschleppt, kehrte der Codex erst nach längerer Zeit an seinen heutigen Standort zurück. Der Kommentarband Zum ersten Mal wird die Gothaer Handschrift hier in ihrer ganzen Bedeutung untersucht. Die beteiligten Experten: Prof. Dr. Hubert Herkommer, Professor für deutsche Literatur des Mittelalters, Universität Bern; Dr. Renate Kroos, Zentralinstitut für Kunstgeschichte, München; Prof. Dr. Rudolf Gro§e, Professor für Deutsche Philologie, Universität Leipzig; Dr. Karin Schneider, Handschriftensammlung der Bayerischen Staatsbibliothek München; Dr. Maria Mitscherling, Leiterin der Handschriftenabteilung der Forschungs- und Landesbibliothek zu Gotha. ISBN: 3926459050. CHF 7700.00 [Appr.: EURO 5089.75 US$ 7630.7 | £UK 4586 | JP¥ 673469] Book number: 50351 Click here to order or inquire at Antiquariat Peter Petrej. | ||
| LUTHER, MARTIN Faksimile - Briefe und Aesop-Fabeln. Codex Ottobonianus Latinus 3029 (2 Bde.). Zürich, Belser, 1983 4°, Faks.: 10 Doppelbl. u. 4 Bl.; Komm.: 125 S., einige Taf., OHLwd. u. Kart. in OLwd.-Kassette, Tadell. Faksimileedition (2 Briefe an Michael Dressel (1516), Kurfürst Johann (1531) u. Kaspar Müller (1535) sowie die Aesop-Bearbeitungen) und Kommentar dazu von Manfred Schulze u. Walter Simon. ISBN: 3926459050. CHF 385.00 [Appr.: EURO 254.5 US$ 381.54 | £UK 229.5 | JP¥ 33673] Book number: 29570 Click here to order or inquire at Antiquariat Peter Petrej. | ||
| MAXIMILIAN - TREITZSAURWEIN, MARX Der Weiss Kunig. Eine Erzehlung von den Thaten Kaiser Maximilian des Ersten. Von Marx Treitzsaurwein auf dessen Angeben zusammengetragen, nebst den von Hannsen Burgmair dazu verfertigten Holzschnitten.. Weinheim, VCH, 1985 4°, 307, 24 S., zahlr. s/w Abb., Kart. in Schmuckschuber., Schuber an einer Ecke bestossen, sonst tadell. Faksimile der Ausgabe von 1775 in Wien. ISBN: 3926459050. CHF 132.00 [Appr.: EURO 87.5 US$ 130.81 | £UK 78.75 | JP¥ 11545] Book number: 51742 Click here to order or inquire at Antiquariat Peter Petrej. | ||
| MOUTON, CARL [CHARLES] La civilité moderne. Oder die Höflichkeit der heutigen Welt. Woraus man sehen kann wie man sich zu verhalten habe, damit man in dem Umgange mit artigen Leuten beliebt seyn möge. Beigebunden: 1.) Les Devoirs de la vie Civile ou instructions morales a l'usage des jeunes gens. Die Pflichten des bürgerliches Lebens oder tugendhafter Unterricht für junge Leute, wie sie sch allenthalben, wenn Sie erst einen Umgang mit der Welt bekommen, wohl zu verhalten haben. 2.) Nouveau recueil de complimens, selon l'usage qui se pratique aujourdhui dans le commerce du monde poli. Sammlung neuer auserlesener Complimenten, wie selbige heutiges Tages in dem Umgang mit artigen Leuten üblich sind. Nebst vorgängigen Anmerkungen, auf welche Weise sie vorgebracht, angenommen und beantwortet werden müssen. Wie auch was für Fehler man dabey begehen könne. Neue Auflage. Nachgesehen, verbessert und um eine vieles vermehret durch C. M. Sr. Hochfürstlichen Durchl. zu Schleswig-Holstein, Bischofs zu Lübeck Secretarium und Hof-Sprach-Meister. . Hamburg, Christian Herold, alle 1761 Kl.8°, Fronti., 19 Bl., 741; 215 S.; , Privat-HPerg., Deckel berieben u. fleckig, Vorsätze ebenfalls fleckig, Papier etwas bräunlich, sonst gutes Exemplar. Gutes Benehmen schon seit der Antike ein Thema, dass zu etlichen Texten inspirierte. Carl Mouton übersetzte u. adaptierte das Buch von Antoine de Courtin: 'Nouveau traité de Civilité qui se pratique en France, et ailleurs, parmy les honnestes gens. Bruxelles: Vleugart, 2. Aufl. 1675'. Die erste Auflage erschien 1724 bei Kissner in Hamburg; neue Auflage, nachgesehen, verbessert und um ein vieles vermehret durch Carl Mouton, Hamburg: Herold 1744; erneut 1761. ISBN: 3859511572. CHF 880.00 [Appr.: EURO 581.75 US$ 872.08 | £UK 524.25 | JP¥ 76968] Book number: 40318 Click here to order or inquire at Antiquariat Peter Petrej. | ||
| PFAFF, CHRISTOPH MATTHÄUS; JOHANN CHRISTIAN KLEMM (HRSG.). I.) Biblia, Das ist: Die gantze Heilige Schrift Alten und Neuen Testaments, Nach der Übersetzung und mit den Vorreden und Randglossen D. Martin Luthers, mit Neuen Vorreden, Summarien, weitläuffigen Parallelen, Anmerckungen und geistlichen Anwendungen, auch Gebeten auf jedes Capitel: Wobey zugleich Nöthige Register und eine Harmonie des Neuen Testaments beygefüget sind. Ausgefertiget unter der Aufsicht und Direction Christoph Matthäi Pfaffen, Der Heil. Schrifft Doctorn, Professorn, Cantzlern und Probsten zu Tübingen, auch Abbten des Closters Lorch.. II.) Die Heilige Schrift Neuen Testaments, Nach der fürtrefflichen Ubersetzung und mit den Vorreden auch Rand - Glossen Martin Luthers: Da dann neue nach dem Zweck eingerichtete Summarien, weitläuffige Parallelen, neue Vorreden, reiche Anmerkungen in Bleistift, geistliche Anwendungen und Gebeter, einem jeden Capitel beygefueget, Auch der Teutsche nach adem Griechischen Grund - Text best - möglichst erleutert und erklaeret wird. (2 Bde.). Tübingen, Johann Georg und Christian Gottfried Cotta, 1729 I.) 2°, Fronti., 16 Bll., 1100 S. (restliche Bögen (ab S. 1101) in Bd II.), 2 Textvignette; 1 Kupferstich (Jüd. Ritualgeräete etc.); Faltkarte: Abriss der Stadt Jerusalem; Das mittellaendische Grossmeer und Palestina. II.) 2°, Fronti., 4 Bll., 582 S.; 80 S. (Harmonia der vier Envangelisten), Klappkarte; 76 unpag. S. (Namen - Register); S. 1101 - 1248 (Apocrypha). Frontispiz (Kupferstich von Joh. Aman), aufklappbare Landkarte (Land-Charte über dlie Reysen der Hl. Apostel sonderlich Hl. Pauli.)., Pergament geprägt, der Zeit., I.) Fronti. mit Randläsuren, etwas fleckig,. Deckel berieben, Schliessen vorhanden, min. Wurmfrass II.)Fliegender Vorsatz fehlt Fronti. u. Titelblatt lose, fleckig, (wie es sich für eine gebrauchte Bibel gehört), teilw. Blätter mit Randfehlstellen (kein Textverlust). Frontdeckel mit kleiner Brandspur, Fehlstelle am Rücken, Schliessen fehlend. Johann Christian Klemm (1688 in Stuttgart , 1754 Tübingen), tüchtiger Theologe, wurde 1717 Professor der Philosophie, der griechischen und orientalischen Sprache in Tübingen; sein Schwager, der bekannte Kanzler Chr. Matth. Pfaff suchte ihn in die theologische Facultät zu bringen, 1725 wurde er trotz des Widerstrebens derselben, welche an seinen Scriptis irenicis Ansto§ nahm, wenigstens mit der au§erordentlichen Professur bedacht, Mai 1730 erhielt er die ordentliche Professur, 1736 wurde ihm zugleich die Prälatur Hirsau übertragen, welche Stelle er bis zu seinem Tode behielt. Besonders bekannt und eigentlich allein bedeutend wurde er durch seine Bemühungen, eine Vereinigung der beiden protestantischen Confessionen und Kirchen herbeizuführen; noch als Professor der Philosophie schrieb er: 'Die nöthige Einigkeit der protestantischen Kirchen', Tübingen 1719, worin er nachzuweisen suchte, da§ in den Fundamentalartikeln des Glaubens beide Confessionen übereinstimmen, da§ der Punkt in der Lehre von der Person Christi, welcher die Differenzen verursachte, kein Fundamentalartikel sei, sowenig wie die Lehre von dem h. Abendmahle, [154] 1722 vertheidigte er seine Lehre in: 'Vertheidigte Glaubenseinigkeit', auch sein 'Irenisches Zeugni§' 1724 diente demselben Zwecke. Der Versuch scheiterte allerdings an Kursachsen. K. selbst gab seine Bemühungen mit dem Bemerken auf, da§ er der lutherischen Lehre durchaus nichts habe vergeben wollen. Christoph Matthäus Pfaff (1686 Stuttgart; 1760 Gie§en) evangelischer Theologe, wurdet 1717 Professor für Theologie in Tübingen und war seit 1720 au§erdem Propst und Kanzler der Universität. Nach einem Zwischenfall 1756 wurde er nach Gie§en versetzt und war dort bis zu seinem Tode Professor der Theologie, Kanzler der Universität und General-Superintendent. Pfaff gilt neben Johann Franz Buddeus und Siegmund Jakob Baumgarten als der bedeutendste Bahnbrecher der theologischen Aufklärung innerhalb des deutschen Protestantismus. Er nahm pietistische Elemente auf, interpretierte sie aber im Sinne der Aufklärung. ISBN: 3859511572. CHF 3080.00 [Appr.: EURO 2036 US$ 3052.28 | £UK 1834.5 | JP¥ 269388] Book number: 52801 Click here to order or inquire at Antiquariat Peter Petrej. | ||
| Il libro di casa Cerruti. Erbe, frutta, cibi naturali...il taccuino della salute di seicento anni fa. Milano, Mondadori, 1983 Quer8°, Fronti., 142 S., zahr. farb. Abb., Kart. m. OU., Stempel auf Vorsatz, min. gebrauchsspurig, sonst tadell. Questo libro, che pubblica integralmente le miniature del 'Tacuinum sanitatis in medicina' della Oesterreichische Nationalbibliothek di Vienna, è accompagnato da testi nei quali si rielabora liberamente il manoscritto trecentesco, redatto in latino, integrandolo con il 'Materia medica' di Pedanio Dioscoride, con il relativo commento di Pierandrea Mattioli e con il 'Tesoro della sanità' di Castor Durante da Gualdo. Text it. ISBN: 3859511572. CHF 83.00 [Appr.: EURO 55 US$ 82.25 | £UK 49.5 | JP¥ 7259] Book number: 52554 Click here to order or inquire at Antiquariat Peter Petrej. | ||
| REINHART [GRAF ZU SOLMS] Beschreibung / Vom Ursprung anfang und herkhomen des Adels, Adellichen underhaltungen und aufferlegtem gebürlichem beuelch / wie sich der Adel seinem Tittel nach halten, und herwiderumb solle gehalten werden. Alles mit berichtlichen ursachen angezeygt. Gestellt und geordnet durch den wolgeborenen Herrn Reinhart den Elter/ Graven zu Solms/ und Herrn zu Müntzenberg. Franckfurt, Sigmund Feyerabend / Simon Hütter, 1563 2°(33 cm), Titelbl. in rot / schwarz m. Titelholzschnitt; 3 Bl., 20 pag. Bl.; Auf dem letzten Blatt Holzschnitt u. Druckermarke., Geheftet., Titelbl. und hint. Deckblatt lose. Beide Blätter mit starken Randläsuren (aber ohne Textverlust) und Falzspuren. der Buchblock an der rechten Ecke durchgehend wasserrändig u. eselohrig. 2 Randnotizen von alter Hand VD16 R934 - Erstausgabe dieser frühen standesrechtlichen Schrift, gedruckt von Johann Lechler in Frankfurt. Über den Ursprung des Adels, dessen Rechte und Pflichten, Turnierartikel, Ehrenkodex für den Adel. Auf dem Titelholzschnitt wird eine Turnierszene gezeigt. Reinhart, Graf zu Solms (1491 - 1562), war kaiserlicher Feldmarschall u. Militärschriftsteller. ISBN: 3926459050. CHF 605.00 [Appr.: EURO 400 US$ 599.56 | £UK 360.5 | JP¥ 52915] Book number: 36729 Click here to order or inquire at Antiquariat Peter Petrej. | ||
| RUDOLF WALTHER - D. AMBROS LOBWASSER, U.A Das neue Testament unsers Herren und Heilandes Jesu Christi Recht grundlich nach der Griechischen Hauptsprache verteutschet, mit jeder Capitlen, kurzen Summarien, und dero Abtheilungen, samt vilen nothwendigen Concordanzen. Zusätzl. 2. Teil: Die CL Psalmen Davids, durch Ambr. Lohwasser in Teutsche Reimen gebracht. Samt andern auserlessnen Psalmen, Fest-, Kirchen-, und Lob-Gesängen... 3. Teil: Die kleine Bibel oder der Psalter Davids. Durch Weiland Herrn Rudolf Walthern gründlich und eigentlich aus der hebräischen Sprache verteutschet... 3 Teile in einem Bd.. Zürich, David Gessner, 1777, 75, 77 3 Bl., Fronti., 367 S., 12 Kupferstiche; Fronti., 288 S.; 88 S;, Privat-Lwd. mit rundumgolschnitt u. hübschen mehrfarbigen Tapetenvorsätzen., Deckel m. Fehlstellen, innen tadell. Rudolf Gwalther (auch Rudolf Gualther oder Rudolf Walther), (1519 - 1586), reformierter Theologe und Reformator, Nachfolger von Heinrich Bullinger als Antistes der Zürcher Kirche. Ambrosius Lobwasser (1515 -1585), humanistischer deutscher Schriftsteller und Übersetzer. Dozent in Leipzig, ab 1557 Kanzler in Meissen.Seit 1565 arbeitete er an seiner Übersetzung der Psalmen, die 1573 unter dem Titel Der Psalter des Königlichen Propheten David erschien. ISBN: 3926459050. CHF 330.00 [Appr.: EURO 218.25 US$ 327.03 | £UK 196.75 | JP¥ 28863] Book number: 52744 Click here to order or inquire at Antiquariat Peter Petrej. | ||
| RUDOLF WALTHER - D. AMBROS LOBWASSER, U.A Psalmen Davids und Lob-Gesänge // Das neue Testament Jesu Christi. Das Neue Testament unsers Herrn und Heilands Jesu Christi. Recht grundlich nach der Griechischen Hauptsprache verdeutschet, mit jeder Capiteln kurzen Summarien, und dero Abtheilungen, samt vielen nothwendigen Concordanzen. Von neuem mit allem Fleiss ausgefertigt // Die kleine Bibel: Oder der Psalter Davids. Durch Weiland Herrn Rudolf Walthern gründlich und eigentlich aus der hebräischen Sprache verdeutschet, und von neuem mit allem Fleiss ausgefertiget // Die CL. Psalmen Davids durch D. Ambros Lobwasser in deutsche Reimen gebracht. Zu vier Stimmen ausgesezt. Samt allen Alten Psalmen, Fest- und Kirchen-Gesängen. // Auserlesene alte Psalmen Davids, samt einem Anhang schöner Kirchen- und Haus-Gesängen // Fest- und Nachtmahls-AndachtenMit immer stehnden Buchstaben gedruckt. Zürich, David Gessner, 1800 Kl.8°, 2 Abb.(Titelillustr. u. Fronti.), 351, 88, 296, 88, 40 S., OLdr., goldgepr. Rücken, Goldschnitt, m. marmoriertem Vorsatz., Kanten berieben, durchgeh. min. stockfleckig, gutes Exemplar. Rudolf Gwalther (auch Rudolf Gualther oder Rudolf Walther), (1519 - 1586), reformierter Theologe und Reformator, Nachfolger von Heinrich Bullinger als Antistes der Zürcher Kirche. Ambrosius Lobwasser (1515 -1585), humanistischer deutscher Schriftsteller und Übersetzer. Dozent in Leipzig, ab 1557 Kanzler in Meissen.Seit 1565 arbeitete er an seiner Übersetzung der Psalmen, die 1573 unter dem Titel Der Psalter des Königlichen Propheten David erschien. ISBN: 3859511572. CHF 275.00 [Appr.: EURO 182 US$ 272.53 | £UK 164 | JP¥ 24052] Book number: 52049 Click here to order or inquire at Antiquariat Peter Petrej. | ||
| Das Stundenbuch Ludwigs von Orléans. Staatsbibliothek St. Petersburg., Lat. O. v. I. N. 126. Faksimile u. Kommentarband. (2 Bde.). Leipzig, Edition Leipzig, 1980 8° (21, 5 x 15 cm). Faksimile: 114 S., 90 Miniaturen, davon 29 teils ganzseitig. Kommentarbd.: 224 S., einige Abb., Faksimile: Geprägter Ldrbd. mit Rundumgoldschnitt in Schmuckschuber. , Rücken etwas beschienen, etwas berieben. Insgesamt schönes Exemplar. Nr 552 von 1000 arab. num Exemplaren. Kommentar von Andrej Sterligow. In diesem au§erordentlichen Stundenbuch finden wir einen augustinischen Kalender, der das Entstehungsjahr 1490 erwähnt. Es enthält auch die Stundengebete der Jungfrau Maria, die Bu§psalmen, die Litanei, die Totenmesse, die Kreuzgebete, die Heiligengeistgebete, die Dreifaltigkeitsgebete, Predigten, Schriften des Evangeliums und die sieben Bittgesuche an den Heiland. Die Erwähnung des Heiligen Ludwig - die Unterschrift von Ludwig von Orleans, des zukünftigen Königs Ludwig XII. - und das Porträt auf Blatt 11v deuten darauf hin, da§ sich das Manuskript eine Zeitlang in seinem Besitz befand, wenngleich feststeht, da§ er nicht der Auftraggeber war. Die Illumination der kleinen Handschrift sind au§ergewöhnlich wegen ihrer ausgefeilten Bildkonzeption, vor allem in den - in Stundenbüchern äu§erst seltenen - biblischen Motivserien, sowie wegen der prächtigen Blütenverzierungen der Seiten. Zahlreiche Blütenmotive sind unterteilt und zeigen Grotesken, Vögel, Tiere und verschiedene Sinnsprüche. Durrieu und Laborde brachten die künstlerische Gestaltung des Manuskripts mit Künstlern wie Jean Bourdichon und Jean Colombe, sowie mit den Städten Besançon und Montluçon in Verbindung. Nach Ansicht Sterligows wurde dieses Stundenbuch in der Werkstatt von Jean Colombe illuminiert. ISBN: 3926459050. CHF 1320.00 [Appr.: EURO 872.75 US$ 1308.12 | £UK 786.25 | JP¥ 115452] Book number: 52325 Click here to order or inquire at Antiquariat Peter Petrej. | ||
| SCHILLING, DIEBOLD Faksimile - Die Luzerner Chronik des Diebold Schilling 1513. Faksimile und Kommentarband ( 2 Bde.). Luzern, Kunstkreis u. Faksimile-Vlg., 1977/ 1981 2°, (39,5 x 28,5 cm) 680 originalgetreu faks. Seiten, davon 443 Seiten mit farb. Miniaturen, auf 6 echten Bünden. Kommentarbd.: 724 S., zahlr. Abb., Faksimile: Ganzleder- Schweinslederbd mit Blindprägung, 2 Schliessen u. 10 Beschläge. Kommentarband (Sonderausgabe) in OHLdr. m OU., Kanten min. berieben, schönes Exemplar. VERGRIFFEN! Exempl. 459 von 980 arab. Num. Exemplaren. Die Subskription für den Luzerner Schilling begann 1974 im Verlag Kunstkreis Luzern, daraus entstand dann der Faksimile Verlag. Die schönste aller Bilderchroniken Die Luzerner Chronik des Diebold Schilling aus dem Jahr 1513 gilt als schönste alte Bilderchronik der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Sie ist ein bedeutender Spiegel des politischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und religiösen Geschehens einer Stadt und eines Landes im Mittelalter. Aufwendig gestaltete Bilderchroniken sind kennzeichnend für das ausgehende 15. Jahrhundert. Sie sind nicht selten in fürstlichem Auftrag entstanden, sie finden sich jedoch vor allem im bürgerlichen Umfeld der politisch und wirtschaftlich erstarkten Städte. Wohlstand und Selbstbewu§tsein der Stände spiegelten sich damals nicht nur in repräsentativen profanen und kirchlichen Bauten, sondern auch in der Herausgabe von Chroniken, die der Nachwelt das Zeitgeschehen in Wort und Bild überliefern sollten. Unter ihnen ist die Luzerner Chronik bezüglich der Reichhaltigkeit ihrer Bildaussagen über das Spätmittelalter unübertroffen. Ihr Wert liegt vor allem in der umfassenden Darstellung des Lebens der damaligen Zeit; alles wird wirklichkeitsgetreu wiedergegeben und im Text genau beschrieben. Politisches, gesellschaftliches, wirtschaftliches und religiöses Leben wird hier präsentiert. So bildet die Chronik eine Fundgrube für jede historische Disziplin. Der in spätmittelalterlicher Bastarda-Schrift abgefa§te Text tritt klar hinter den gro§zügigen Deckfarbenbildern zurück. Die Illustrationen geben sich in Zahl, Stil und Ausführung als etwas Besonderes zu erkennen. Im ganzen sind es nicht weniger als 443 Seiten mit Bildern, die zwischen Hoch-, Quer- und quadratischem Format wechseln; dazwischen befinden sich immer wieder doppelseitige Illuminationen. In satter Farbenpracht, mit festem Federstrich schwarz konturiert, begegnet uns eine geradezu überquellende Fülle von Menschengestalten, Bauten und Landschaftsmotiven jeder Art. Die bildhafte Wirkung wird durch vorgetäuschte Rahmen mit gotischer Holzprofilierung oder Ma§werk, Bandrollen, Ranken oder Umschriften unterstrichen. Der Text der Handschrift beschreibt die Geschichte der Eidgenossenschaft von den Anfängen bis 1513. Angesprochen wird vor allem die jüngere Geschichte, also die Zeit zwischen 1474 und 1513. Zur Debatte stand vor allem die Söldnerfrage, das Verhältnis der Eidgenossen zu den Gro§mächten und zu Kaiser und Reich. An der künstlerischen Ausstattung des Werkes waren zwei Maler beteiligt. Die Diebold Schilling zugewiesenen Bilder sind naiver, genauer gehalten und zeichnen sich durch kräftigere Farben aus. Sie zeugen noch vom gotischen Einschlag spätmittelalterlicher Miniaturmalerei traditioneller Prägung. Der zweite Meister ist unbekannt geblieben. Seine Bilder sind in helleren Tönen gehalten. Die Pinselführung zeugt von grö§erer Routine und ist bereits durch die Renaissance beeinflu§t. Die Handschrift wurde 1577 in einen Schweinsledereinband gebunden, der mit einer Prägung im Stile der Spätrenaissance versehen ist. Der um 1460 geborene Diebold Schilling bekam den Anreiz zu seiner späteren Tätigkeit gleichsam mit in die Wiege gelegt. Vater und Onkel gleichen Namens (der Onkel übrigens war der Verfasser der berühmten Burgunder Chronik und der Spiezer Chronik) erlernten in der berühmten Lauberschen Schreibstube in Hagenau die Kunst des Schreibens. Der Onkel, der zuerst dieselbe Luzerner Kanzleistelle übernahm, in der ihn später Diebold Schillings Vater ablösen sollte, wurde im Dienst der Berner Regierung deren offizieller Chronist. Der junge Diebold Schilling widmete sich zunächst dem Studium des Kanonischen Rechts in Basel und später in Padua. 1479 war er als offizieller Notar wieder in Luzern tätig und bereitete sich auf ein Leben im geistlichen Stand vor. Sein Lebenswandel allerdings scheint nicht zu dieser Laufbahn zu passen: Raufhändel und Injurienprozesse zeichnen seinen Weg. 1497 wird er Dolmetscher eines Mailänder Gesandten, später Agent des Herzogs von Mailand. Vorübergehend stand er danach im Dienste Kaiser Maximilians, dann wandte er sich wieder den Sforzas in Mailand zu. In diese Periode fällt auch die Abfassung der Chronik, die vermutlich im Auftrag der Luzerner Obrigkeit erfolgt ist. Im Jahr 1513, nach mehrjähriger Arbeit, überreichte er das vollendete Werk dem städtischen Rat in feierlicher Sitzung. Das erste Bild der Chronik stellt dieses denkwürdige Ereignis dar. Danach versiegen die Quellen. Wann Diebold Schilling starb, ist ungewi§ vermutlich irgendwann zwischen 1515 und 1522. Der wissenschaftliche Kommentarband führt in die Geheimnisse der Handschrift ein. Er enthält neben der vollständigen Transkription des Textes Kommentare sowie historische und kunsthistorische Interpretationen der Handschrift und ihres Umfeldes. Au§erdem ist jede einzelne Bildseite der Chronik nochmals schwarzwei§ in verkleinerter Form reproduziert sowie beschrieben. Folgende Experten haben sich eingehend mit der Handschrift und ihrem Umfeld beschäftigt: Dr. Peter Rück, Prof. Dr. Gottfried Boesch, Prof. Dr. Carl Pfaff, Prof. Dr. Pascal Ladner, Prof. Dr. Eduard Studer und Prof. Dr. Alfred A. Schmid. ISBN: 3859511572. CHF 6820.00 [Appr.: EURO 4508.25 US$ 6758.62 | £UK 4061.75 | JP¥ 596501] Book number: 50350 Click here to order or inquire at Antiquariat Peter Petrej. | ||
| SCHILLING, DIEBOLD Faksimile - Die Luzerner Chronik des Diebold Schilling 1513. Faksimile und Kommentarband ( 2 Bde.). Luzern, Kunstkreis u. Faksimile-Vlg., 1977/ 1981 2°, (39,5 x 28,5 cm) 680 originalgetreu faks. Seiten, davon 443 Seiten mit farb. Miniaturen, auf 6 echten Bünden in Holzkassette. Kommentarbd.: 724 S., zahlr. Abb., Faksimile: Ganzleder- Schweinslederbd mit Blindprägung, 2 Schliessen u. 10 Beschläge. Kommentarband in OHLdr., Tadell. VERGRIFFEN! Exempl. 508 von 980 arab. Num. Exemplaren. Die Subskription für den Luzerner Schilling begann 1974 im Verlag Kunstkreis Luzern, daraus entstand dann der Faksimile Verlag. Die schönste aller Bilderchroniken Die Luzerner Chronik des Diebold Schilling aus dem Jahr 1513 gilt als schönste alte Bilderchronik der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Sie ist ein bedeutender Spiegel des politischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und religiösen Geschehens einer Stadt und eines Landes im Mittelalter. Aufwendig gestaltete Bilderchroniken sind kennzeichnend für das ausgehende 15. Jahrhundert. Sie sind nicht selten in fürstlichem Auftrag entstanden, sie finden sich jedoch vor allem im bürgerlichen Umfeld der politisch und wirtschaftlich erstarkten Städte. Wohlstand und Selbstbewu§tsein der Stände spiegelten sich damals nicht nur in repräsentativen profanen und kirchlichen Bauten, sondern auch in der Herausgabe von Chroniken, die der Nachwelt das Zeitgeschehen in Wort und Bild überliefern sollten. Unter ihnen ist die Luzerner Chronik bezüglich der Reichhaltigkeit ihrer Bildaussagen über das Spätmittelalter unübertroffen. Ihr Wert liegt vor allem in der umfassenden Darstellung des Lebens der damaligen Zeit; alles wird wirklichkeitsgetreu wiedergegeben und im Text genau beschrieben. Politisches, gesellschaftliches, wirtschaftliches und religiöses Leben wird hier präsentiert. So bildet die Chronik eine Fundgrube für jede historische Disziplin. Der in spätmittelalterlicher Bastarda-Schrift abgefa§te Text tritt klar hinter den gro§zügigen Deckfarbenbildern zurück. Die Illustrationen geben sich in Zahl, Stil und Ausführung als etwas Besonderes zu erkennen. Im ganzen sind es nicht weniger als 443 Seiten mit Bildern, die zwischen Hoch-, Quer- und quadratischem Format wechseln; dazwischen befinden sich immer wieder doppelseitige Illuminationen. In satter Farbenpracht, mit festem Federstrich schwarz konturiert, begegnet uns eine geradezu überquellende Fülle von Menschengestalten, Bauten und Landschaftsmotiven jeder Art. Die bildhafte Wirkung wird durch vorgetäuschte Rahmen mit gotischer Holzprofilierung oder Ma§werk, Bandrollen, Ranken oder Umschriften unterstrichen. Der Text der Handschrift beschreibt die Geschichte der Eidgenossenschaft von den Anfängen bis 1513. Angesprochen wird vor allem die jüngere Geschichte, also die Zeit zwischen 1474 und 1513. Zur Debatte stand vor allem die Söldnerfrage, das Verhältnis der Eidgenossen zu den Gro§mächten und zu Kaiser und Reich. An der künstlerischen Ausstattung des Werkes waren zwei Maler beteiligt. Die Diebold Schilling zugewiesenen Bilder sind naiver, genauer gehalten und zeichnen sich durch kräftigere Farben aus. Sie zeugen noch vom gotischen Einschlag spätmittelalterlicher Miniaturmalerei traditioneller Prägung. Der zweite Meister ist unbekannt geblieben. Seine Bilder sind in helleren Tönen gehalten. Die Pinselführung zeugt von grö§erer Routine und ist bereits durch die Renaissance beeinflu§t. Die Handschrift wurde 1577 in einen Schweinsledereinband gebunden, der mit einer Prägung im Stile der Spätrenaissance versehen ist. Der um 1460 geborene Diebold Schilling bekam den Anreiz zu seiner späteren Tätigkeit gleichsam mit in die Wiege gelegt. Vater und Onkel gleichen Namens (der Onkel übrigens war der Verfasser der berühmten Burgunder Chronik und der Spiezer Chronik) erlernten in der berühmten Lauberschen Schreibstube in Hagenau die Kunst des Schreibens. Der Onkel, der zuerst dieselbe Luzerner Kanzleistelle übernahm, in der ihn später Diebold Schillings Vater ablösen sollte, wurde im Dienst der Berner Regierung deren offizieller Chronist. Der junge Diebold Schilling widmete sich zunächst dem Studium des Kanonischen Rechts in Basel und später in Padua. 1479 war er als offizieller Notar wieder in Luzern tätig und bereitete sich auf ein Leben im geistlichen Stand vor. Sein Lebenswandel allerdings scheint nicht zu dieser Laufbahn zu passen: Raufhändel und Injurienprozesse zeichnen seinen Weg. 1497 wird er Dolmetscher eines Mailänder Gesandten, später Agent des Herzogs von Mailand. Vorübergehend stand er danach im Dienste Kaiser Maximilians, dann wandte er sich wieder den Sforzas in Mailand zu. In diese Periode fällt auch die Abfassung der Chronik, die vermutlich im Auftrag der Luzerner Obrigkeit erfolgt ist. Im Jahr 1513, nach mehrjähriger Arbeit, überreichte er das vollendete Werk dem städtischen Rat in feierlicher Sitzung. Das erste Bild der Chronik stellt dieses denkwürdige Ereignis dar. Danach versiegen die Quellen. Wann Diebold Schilling starb, ist ungewi§ vermutlich irgendwann zwischen 1515 und 1522. Der wissenschaftliche Kommentarband führt in die Geheimnisse der Handschrift ein. Er enthält neben der vollständigen Transkription des Textes Kommentare sowie historische und kunsthistorische Interpretationen der Handschrift und ihres Umfeldes. Au§erdem ist jede einzelne Bildseite der Chronik nochmals schwarzwei§ in verkleinerter Form reproduziert sowie beschrieben. Folgende Experten haben sich eingehend mit der Handschrift und ihrem Umfeld beschäftigt: Dr. Peter Rück, Prof. Dr. Gottfried Boesch, Prof. Dr. Carl Pfaff, Prof. Dr. Pascal Ladner, Prof. Dr. Eduard Studer und Prof. Dr. Alfred A. Schmid. ISBN: 3859511572. CHF 7370.00 [Appr.: EURO 4871.75 US$ 7303.67 | £UK 4389.5 | JP¥ 644606] Book number: 49677 Click here to order or inquire at Antiquariat Peter Petrej. | ||
| SCHILLING, DIEBOLD Faksimile - Die grosse Burgunder Chronik 'Zürcher Schilling'. Faksimile und Kommentarband ( 2 Bde.). Luzern, Kunstkreis u. Faksimile-Vlg., 1985/ 1981 2°, (39 x 25 cm) 1036 originalgetreu faks. Seiten, davon 119 Seiten mit farb. Illustrationen, auf 6 echten Bünden. Kommentarbd.: 306 S., zahlr. Abb., Faksimile: Ganzleder- Schweinslederbd mit Blindprägung, 2 Schliessen. Kommentarband in OHLdr., Tadell. Exemplar. Neupreis CHF 8400.-. Exempl. 321 von 980 arab. Num. Exemplaren. Der "Zürcher Schilling" Die unmittelbare Quelle zu den Burgunderkriegen Der "Zürcher Schilling", eine Chronik des berühmten Diebold Schilling, benannt nach ihrem Aufbewahrungsort, ist die originellste und umfassendste Quelle zu den Burgunderkriegen. Sie entstand um 1480 und führte die um 1420 von Konrad Justinger und 1470 von Bendicht Tschachtlan wiederaufgenommene Tradition bernischer Geschichtsschreibung weiter. Verfasser und Schreiber dieses faszinierenden Werks ist Diebold Schilling der Ältere. Der "Zürcher Schilling" mit seinen 199 prächtigen Illustrationen ist ein eindrückliches Zeugnis bernischer und eidgenössischer Geschichte. Schilling der Ältere trat 1460 in den Dienst der Berner Kanzlei. Zuvor war er in Luzern tätig gewesen, überlie§ nun aber das Amt des Schreibers seinem Bruder Hans, dem Vater Diebold Schillings des Jüngeren, des Verfassers der Luzerner Chronik. Hier erhielt der ältere Schilling erste Einblicke in das Verwaltungs- und Gerichtswesen einer Stadt und in die au§enpolitischen Verwicklungen eines Standes der Alten Eidgenossenschaft. In Bern stieg er kontinuierlich die Karriereleiter empor. Ab 1468 sa§ er sogar im Gro§en Rat. Zusätzlich übte er richterliche Funktionen aus. Au§erdem wurde er mit einigen heiklen Missionen beauftragt und nahm persönlich an den Burgunderkriegen teil. Als Burger von Bern lernte er auch Bendicht Tschachtlan kennen, den zu dieser Zeit führenden Kopf der Berner Geschichtsschreibung. Diebold Schilling starb 1486. 1474 erhielt Schilling von den versammelten Räten Berns den Auftrag, eine Chronik der Stadt von ihrer Gründung bis in die damalige Gegenwart zu schreiben. Der Bedeutung der Stadt gemä§ begriff Schilling seine Aufgabe im gro§en Stil. So entstand zwischen 1474 und 1483 das Monumentalwerk der dreibändigen Amtlichen Stadtchronik von Bern. Die Originalfassung des dritten Teils behielt Schilling bei sich: unsere gro§e Burgunderchronik. Sie ist die umfangreichste von Schillings Chroniken. Die offizielle Fassung dieses dritten Bandes wurde in einigen Punkten zensiert. So stellt die Burgunderchronik ein einmaliges Zeugnis dar: Hier kommt die unverfälschte Meinung eines Patrioten klar zum Ausdruck. Allerdings wurden nicht nur hochpolitische Begebenheiten aus dem offiziellen Text gestrichen, sondern etwa auch eine nur noch in der Burgunderchronik vorkommende Geschichte über einen Engerlingsproze§, von dem Schilling meint, er sei gar luestlich ze hoeren. 1478 hatte nämlich der Berner Leutpriester von der Kanzel aus gedroht, wenn die furchtbare Maikäferplage nicht binnen sechs Tagen ihr Ende finde, werde er die Insekten vor den Bischof von Lausanne zitieren. Die 429 Kapitel des "Zürcher Schilling" bieten nicht Geschichte im heutigen Sinn. Schilling kümmert sich wenig um hintergründige Zusammenhänge, sondern beschreibt Ereignisse. In jedem seiner Kapitel ereignet sich etwas: Kriegszüge, Plünderungen, Belagerungen, Raub und Totschlag, Gerichtsurteile und Gewalttaten. Und was so lebendig geschildert wird, wird zugleich durch das Bild vermittelt. Schillings schöne, regelmä§ige Handschrift, eine gotische Kursive mit schwungvollen Initialen, ist von 199 aquarellierten Federzeichnungen begleitet, die nicht von seiner Hand stammen. Wichtigstes Element der Bilder ist die Landschaft, in der sich das Geschehen abspielt. Allerdings entspricht diese selten der topographischen Realität, sondern entspringt der Phantasie des Künstlers. Der Blick fällt von oben auf die dargestellte Szene, auf Städte, Dörfer, Burgen, die geschickt in das hügelige, in schön gerundeten Linien verlaufende Gelände eingefügt sind. Besonders reizvoll ist die erzählende Art, in welcher der Zeichner den gesamten Verlauf der Burgunderkriege darstellt. Er zeigt fast jede Begebenheit, die im Text erwähnt wird, mit allen Details, zeichnet und malt Belagerungen, kleine Gefechte und das Lagerleben der Soldaten. In der Schlacht flie§t Blut, Eidgenossen durchbohren mit Spie§en burgundische Reiter, Pferde brechen zusammen. Idyllisches findet sich nur am Rande; Kriegerisches herrscht vor. Als Ganzes ist der Bilderschmuck des "Zürcher Schilling" von eigentümlichem Reiz, der teils auf dem naiven Realismus der Darstellung, teils auf der unbekümmerten Stilisierung der Helden und Ereignisse beruht. Der wissenschaftliche Kommentarband beleuchtet die Handschrift und ihr Umfeld mit modernsten wissenschaftlichen Methoden von allen Seiten und bietet eine vollständige Transkription des Textes. Folgende namhafte Experten waren an der Ausführung beteiligt: Herausgeber ist Prof. Dr. Alfred A. Schmid, Ordinarius für Kunstgeschichte, Universität Freiburg i.Ü., Präsident der Eidgenössischen Kommission für Denkmalpflege; Prof. Dr. Pascal Ladner, Ordinarius für historische Grundwissenschaften, Universität Freiburg i.Ü., Prof. Dr. Carl Pfaff, Ordinarius für Geschichte, Universität Freiburg i.Ü., Prof. Dr. Roger Sablonier, Extraordinarius für Geschichte des Mittelalters, Universität Zürich, Dr. Hugo Schneider, Direktor des Schweizerischen Landesmuseums Zürich, und Dr. Robert Wyss, alt Direktor des Bernischen Historischen Museums. ISBN: 3859511572. CHF 6600.00 [Appr.: EURO 4362.75 US$ 6540.6 | £UK 3930.75 | JP¥ 577259] Book number: 50352 Click here to order or inquire at Antiquariat Peter Petrej. | ||
| Abschiedt dess Reichsstags zu Speyer auffgerichtet: im Jar als man zalt nach der gepurt Christi M.D.XLIIII. Speyer, Pfälzische Landesbibliothek, 1995 (1544) 4°, 49 Bl. zahlr. s/w Abb., Kart., Min. gebrauchsspurig, sonst tadell. Faksimile der Originalausgabe von 1544 im Besitz der Pfälzischen Landesbibliothek. Mit einem Kommentar von Hartmut Harthausen. Aufl. v. 400 Exemplaren. ISBN: 3926459050. CHF 72.00 [Appr.: EURO 47.75 US$ 71.35 | £UK 43 | JP¥ 6297] Book number: 52580 Click here to order or inquire at Antiquariat Peter Petrej. |
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